Gold? Was? Ist doch viel zu teuer! Stimmt, wenn man den aktuellen Goldpreis mit 1999 zu seinem Tiefpunkt von 252,80€ pro Feinunze (31,1 Gramm) vergleicht, mag das eine nachvollziehbare Reaktion sein. Denn aktuell kostet eine Feinunze Gold mehr als 1000€. Doch so wie oft sagt eine absolute Zahl wenig über ein Investment aus. Man muss die Preise immer relativ zu einer oder mehrerer Bezugsgrößen sehen. Zum Beispiel zu den Produktionskosten: Während 1999 die Produktionskosten für eine Unze um die 200$ pendelten, sind sie heute je nach Unternehmen auf 750 – 1150$ geklettert. So gesehen ist Gold nicht zu teuer, denn auf lange sicht wird der Preis nicht unter die Produktionskosten fallen. Auf lange Sicht eben! Gold ist geeignet für jemanden, der sein Geld vor Inflation sichern will oder jemand, der dem Finanzsystem bis auf die Knochen misstraut. Befürchtet man in Europa eine militärische Auseinandersetzung, kann ein Stückchen Gold zumindest die Nerven beruhigen.

Gold die Diamanten des Mannes

Gold als Investition Gold ist als Absicherung gedacht, als letzter Anker. Auch wenn das Gold in den letzten 15 Jahren einen unglaublichen Preisanstieg genossen hat, ist es nicht geeignet für jemanden, der hofft, damit in 20 Jahren reich zu werden. (Kann aber passieren.) Denn Gold arbeitet nicht, es erwirtschaftet keine Erträge, wirft keine Dividende ab oder garantiert einen Zins auf die Anlage. Es liegt einfach nur da und tut….NICHTS! Außer es konserviert den Wert des Geldes, den man dafür bezahlt hat. Bereits seit mehreren tausend Jahren tut es das. Wenn man es nicht zu Hause aufbewahren will, kostet das Gold sogar Lagerkosten. Diese kann aber recht gut niedrig halten mit einem Schließfach ab 19€ Jahresmiete.

Gold in kleinen Mengen zu kaufen frisst viel Geld auf, denn je kleiner die Mengen, desto größer ist der Aufpreis. Zum Vergleich: 1g kostet bei ophirum.de 43,77€, für eine Unze (31,1g) bezahlt man dagegen 1096,24€, also 35,25€ pro Gramm. Mit einem Sparplan kann man diesen saftigen Aufpreis aber umgehen.

Wer also die Apokalypse erwartet oder Geld konservieren will, fährt mit Gold ganz gut. Wer aber nur auf eine Wertsteigerung setzt, sollte sich vllt nochmal umsehen.

Goldige Grüße, Euer Callja

Kategorien: Basics

rausausschulden · Januar 2, 2017 um 1:31 pm

Und, wie sehen die Prognosen für 2017 aus?

    callja · Januar 2, 2017 um 10:27 pm

    Eine sehr gute Frage, denn es gibt mir eine Gelegenheit, zu erklären, wofür ich Gold halte und was ich davon erwarte:
    Ich würde es MIR nicht zutrauen, eine Prognose über die Preisentwicklung abzugeben, schon gar nicht für einen bestimmten Zeitraum. Da ich weder ein Experte, noch ein Wahrsager bin, würde die Vorhersage zu 50% zutreffen und zu 50% nicht (So, wie bei den meisten der professionellen Experten).
    Ich halte Gold als Absicherung, nicht als Geldanlage, die Rendite erwirtschaften soll.
    In Zeiten, wo der Schwarzmarkt boomt und man für Fiat-Geld keine Waren mehr bekommt – sondern nur im Austausch gegen andere Waren, Zigaretten oder Gold – gibt es sowieso keinen nominalen Wert für Gold, den man in €uro oder Dollar ausdrücken kann.
    Von daher stellt sich für mich nicht die Frage nach der Preisentwicklung am Goldmarkt.

    Ich hoffe, das beantwortet deine Frage, auch wenn ich keine konkrete Prognose geliefert habe.

    Wie sieht es bei dir aus? Hast du eine andere Ansicht?
    Wie würdest du die Entwicklung des Goldpreises für 2017 einschätzen?

    Viele Grüße, Callya! =)

      rausausschulden · Januar 3, 2017 um 9:28 am

      Ich schließe mich deiner Meinung gerne an, dass mit Prognosen ist immer so eine Sache 🙂 Und nein, ich halte selbst kein Gold, denn es passt nicht zu meiner Anlagestrategie 🙂

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